Fregatte F217 "BAYERN"
![]()
![]() |
WILHELMSHAVEN 2. Fregattengeschwader der EINSATZFLOTTILLE 2 |
![]() |
|
Der Bau der "kleinen" Bayern
Nach kurzer Begrüßung durch Herr Hoyer der uns am Tor des Marinestützpunktes abholte und Erledigung der notwendigen Formalitäten fuhren zusammen zur Bayern. Ich brauche wohl niemandem zu beschreiben wo mir das Herz schlug. Ich kam mir vor wie ein kleiner Junge der zum ersten mal bewusst Weihnachten erlebt. Nach kurzer Fahrt waren wir am Ziel meiner Träume, wir parkten vor der Fregatte Bayern. Was vorher auf Bildern noch recht „klein“ wirkte lag nun in seiner ganzen Größe vor mir. Meine Kamera wurde zu meinem zweiten Auge und ich fotografierte alles was mir vor den Sucher kam. Es war ein wirklich unvergleichliches Erlebnis. In den folgenden Stunden wurden wir Deck für Deck über und durch die Bayern geführt wodurch man auch einen kleinen Einblick in den Alltag eines solchen Schiffes bekam. Es war einfach nur genial und am Abend fuhr ich dann müde aber sehr zufrieden wieder nach Köln zurück um die Bilder aus zu werten. Damals war mir noch nicht klar das der Kontakt zur Bayern und Stefan Hoyer nicht der letzte gewesen sein sollte.
Kommen wir noch mal zurück zu den bestellten Teilen für das
Modell. Durch eine Angebot bei ebay sollte ich erfahren das ich viel zu viel
bei der Firma „H“ bezahlt hatte.
Kleinteile wie Türen, Luken, Fensterrahmen und
Rettungsinselhalter habe ich mir von Steffen Schwert (www.modellschiffwerft.de)
anfertigen lassen. Kleiner Preis für
Bei der Farbgebung sollte man sich an die vor gegebenen RAL
Nummern halten wobei die Farben eine Mattierung von
Die Relingstützen und anderen Kleinteilen habe ich nicht wie
in den meisten Fällen üblich auf Messing-Ätzteile gebaut sondern Neusilber.
Hierfür gibt es nur eine gute Adresse Saemann-Ätztechnik.
Was mir von Anfang an ein wichtiges Thema gewesen ist war der hintere LW08
Radar. Den wollte ich unbedingt gut hin bekommen. Der Plan gab dafür aber
nicht genügend her darum bemühte ich mich um eine andere Quelle. Ich
kontaktierte also die Werft in der die Bayern ausgerüstet wurde und hatte
das Glück an einen Menschen zu geraten der meine Lage verstand und wusste
wie er mir helfen kann. Einige Tage später bekam ich Kopien der Werftpläne
eines LW08 in Maßstabsgerechter Größe mit der Post. Ich war gerettet, damit
konnte man was anfangen. Ich setzte mich an den Eßzimmertisch und begann mit
einem ersten Entwurf. Zwei Tage später war ich fertig und übertrug das
Ergebnis mit allen Maßen auf Millimeterpapier und schickte alles an Thomas
Beckert (www.beckert-modellbau.de)
mit dem ich zuvor besprochen hatte was ich haben möchte.
Für den Bau der Bayern hatte ich 18 Monate angepeilt und auch einhalten können. Dies ist aber nicht unbedingt für jeden machbar! Ich habe es auch nur geschafft weil meine Frau sehr viel Geduld mit mir hatte und ich längere Zeit krank war. Unter normalen Umständen sind 24 bis 30 Monate für jemanden der arbeiten geht ein machbarer Zeitrahmen. Von einem rate ich dringend ab. Niemals am Modell bauen nur weil man meint man muß. Wegen diesem muß habe ich einige Male Teile neu anfertigen müssen. Manchmal ist es besser den Dingen ihren Lauf und auch mal was liegen zu lassen. Dabei fällt mir gerade was ein. Inzwischen kann man die Fregatten der Brandenburg-Klasse Grundsätzlich in zwei Varianten bauen. Durch einen Zwischenfall in der Nordsee auf einem der Schiffe hat die Marine beschlossen die Öffnungen im Heckbereich des Rumpfes für das Seedeck unter dem Hubschrauberdeck wieder zu verschließen. Ehrlich gesagt spart das ein erhebliches Maß an Arbeit und somit Zeit. Einen Bautipp möchte ich noch weiter geben. Einige Modellbauer gehen immer noch hin und bringen Schlingerkiele und Stabilisierungsflossen einfach geklebt von außen an. Davon rate ich dringend ab. Kein Kleber ist so zuverlässig um zu verhindern das die Teile bei Grundberührung mit einem Fahrmodell nicht doch abplatzen. Daher sollte man den Rumpf an den entsprechenden Stellen schlitzen, die Bauteile von innen her durchstecken und von innen laminieren. Das hält garantiert! Inzwischen ist die „kleine Bayern“ fertig und zieht ihre Runden auf unserem schönen Scheuermühlenteich. Ich muß sagen das ich nach 18 Monaten froh bin mal nicht ständig im Keller verschwinden zu wollen. Die nächsten Monate werde ich eine „freiwillige Zwangspause“ einlegen. Das heißt aber nicht das ich rein gar nichts machen werde. Der Keller muß dringend mal auf Vordermann gebracht werden und eine ausführliche Grundreinigung kann bestimmt nicht schaden.
Der Bau der „kleinen Bayern“ war viel Arbeit, hat viel Geld
und noch mehr Zeit gekostet. Das alles war es aber Wert. Ich habe viel
gelernt und was noch wichtiger und Dafür möchte ich DANKE sagen!
Der „großen Bayern“ wünsche ich allzeit gute Fahrt und immer
eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Egal wohin es die Bayern verschlägt,
|
|
|
|
Die Fregatte F217 "Bayern" ist mit viel Arbeit und Herzblut entstanden. An dieser Stelle möchte ich mich bei HptBM Hoyer von der Fregatte Bayern bedanken ohne dessen Hilfe ich dieses Modell in der Qualität nicht hätte bauen können! |
![]() |
Die "Bayern" entstand
ausschließlich mit den Teilen die man bei Udo´s Modellwerft bekommen kann. Für die Reeling habe ich Neusilber Ätzteile von Saemann verwendet ebenso wie diverse Kleinteile. Einige Kleinteile in diesem Maßstab habe ich sogar aus England von Sirmar schicken lassen. Was Zubehörteile wie Lampen, Anker, Radar, Rettungsboote und vieles Andere mehr betrifft gibt es keine Firma in Deutschland die sich auf diesem hohen Niveau befindet! Leisten und Profile stammen von Dreger-Modellbau. Beschriftugen und diverse Decals habe ich bei Modellbau-Kaufhaus anfertigen lassen. |
| Ganz besonders stolz bin ich auf
die Ätzteile die ich nach eigenen Zeichnungen habe anfertigen lassen. Das hat zwar richtig Geld gekostet wäre anders aber auch nicht machbar gewesen. So entstand ein LW08 Radar der in dieser Ausführung wohl einzigartig sein dürfte. Des weiteren wurden die Plattformen der großen GPS-Dome, die Plattform für das LW08 Radar und das Bugwappen angefertigt von Beckert-Modellbau. Fensterrahmen, Türen, Luken und die Halter für die Rettungsinseln wurden nach meinen Zeichnungen von der Modellschiffwerft CNC gefräst. |
![]() |
| nach oben |